ADDISONS Disease
FORSCHUNG
© LeoLetter Vol. 14, No. 3, 1998 / LCA - Übermittelt durch das Health-Comm.
des LCA
Sinngem. Übersetzung: E. Steffen
WAS IST ADDISONS Disease ?
Addisons D. ist eine Störung des
Immunsystems, die sich entwickelt, wenn die Nebenniere (die normalerweise
das körpereig. Hormon Cortison produziert) nicht mehr oder unzureichend funktioniert.
Wenn dieser Ausfall der
Nebennierenfunktion nicht diagnostiziert und behandelt wird, verläuft die Erkrankung
tödlich.
Unglücklicherweise kann die Erkrankung erst im mittleren Lebensalter diagnostiziert
werden. Oft ist A.D.
einhergehend mit Hypothyreose (Schilddrüsen-Unterfunktion).
Vorkommen von A.D.
Beim Menschen 1 : 100.000 (Präs. Kennedy war daran erkrankt)
Bei Caniden 1 : 1.000 = 100 mal häufiger als beim Menschen
Beim Leonberger 1 : 100 und rasch ansteigend
Beim Bearded Collie zwischen 1 : 20 und 1 : 10
Wissenschaftl. Studie sh. nachfolg. Informations-Brief.
Identifizierung per Marker Dr. Wagner, der die Studie betreibt, ist daran
interessiert, einen DNS-Marker zur
Früherkennung von A.D. zu finden/zu entwickeln
Diese Identifizierung per DNS - Marker würde bedeuten, daß den Welpen lediglich Blut zur
Untersuchung
entnommen wird, solange diese noch beim Züchter sind und daß mittels dieser
Blutuntersuchung festgestellt
werden könnte, ob der Welpe frei oder Erbträger für A.D. ist und A.D. im späteren
Lebensalter entwickeln wird.
Mit dieser Möglichkeit der Früherkennung könnte A.D. schnell für immer eliminiert
werden.
Heutzutage ist es leider noch ein Rate-Spiel, da der Modus der Erblichkeit
unbekannt ist.
Informations-Brief betr.
Addison Studie bei Leonbergern von Dr. Ry Wagner
© Prof.
f. Biologie, Institut f. Molekular-Biologie, Univ. Oregon, Eugene, OR - übermittelt durch
Frau W. Zieher
- entnommen: LeoLetter Vol. 14, No. 4, 1998/LCA - Sinngemäße Übersetzung E. Steffen
Das Schreiben ist an LCA Board of Directors and Health-Committee LCA gerichtet.
Fragestellung war: Gibt es eine genetische Basis für Addison Disease beim Leonberger und
besteht ein echtes Risiko,
daß sich die Erkrankung unter der Rasse ausbreitet.
Unsere Studie bezügl. Addison-Disease basiert auf wissenschaftlichen Methoden der
modernen Genetik, die die
Analyse von komplexen Erbeigenschaften erlauben, obgleich für die Studie nur sehr wenige
erkrankte Tiere zur
Verfügung standen .
Die vorhandenen Daten von anderen Rassen unterstützen den Schluß, daß Addison-Disease
beim Hund erblich ist
und zwar als polygener Erbgang, Beteiligung multipler Gene.
Inwieweit Umweltfaktoren oder physiologische Faktoren die Disposition zur Erkrankung
beeinflussen, ist unklar
aber eine in der Fachliteratur als möglich diskutierte Ursache ist Stress.
Polygene Erbeigenschaften waren bis vor kurzem ein sehr schwieriger Bereich für die
Forschung. Die Entwicklung
und der Gebrauch von DNA-Makern (um spezifische chromosomale Regionen herauszufiltern) in
Kombination mit
mathematischen Modellen zur Berechnung polygenetischer Erbgänge erlaubte die Bestimmung
der genetischen Basis
vieler komplexer Erbeigenschaften.
In diesen Bereichen erzielte die Wissenschaft Fortschritte bezüglich der Erkennung von
vielen Arten von Krebserkrankungen
und der genetischen Basis von Verhaltensmustern als auch der genetischen Basis von
Erbkrankheiten.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, daß die Forschungsarbeit bezügl. Addison
Disease beim Leonberger
noch sehr am Anfang steht.