IPN oder LIPN = die erbliche Form der Polyneuropathie beim Leonberger
 

Als Polyneuropathie bezeichnet man eine Erkrankung mehrerer Nerven (poly = viele, Neuropathie = Erkrankung der Nerven).
Polyneuropathien können begleitend zu anderen Erkrankungen auftreten, z.B. anlässlich Stoffwechselstörungen oder Krebserkrankungen.
 

Hier geht es um die "erbliche" Form der Polyneuropathie; es wird inzwischen in mehreren Ländern Europa's Forschung
betrieben; ebenso wird in den USA geforscht und die Ergebnisse werden (teilweise) mit den europäischen Forschungen
koordiniert. Insbesondere der Schweizer Leonberger Club hat hier in wenigen Jahren große Forschritte erzielt;
auch der Dt. Leonberger Club hat Geldmittel für weitere Forschungen zugesagt.
 

Ziel dieser Forschungen ist es, schnell möglichst einen Test zu entwickeln, mit dem Träger vor Zuchteinsatz identifiziert werden können und da zu befürchten ist (vermutl. polygen. Erbgang), daß eventuell nicht ausreichend genotypisch gesunde Hunde
für die Zucht verfügbar sind, werden anfänglich genotypisch gesunde Hunde mit Trägerhunden verpaart werden, um so eine Basis von genotypisch gesunden Zuchttieren zu schaffen, dies mit dem Ziel, die Krankheit binnen 2 - 3 Generationen eliminieren zu können.
 

Es gibt bei dieser Erkrankung ein sogen. "late onset", d.h. Hunde erkranken nach dem 6. Lebensjahr, oft im 8. oder 9. Lebensjahr;

die Verlaufsform dieser  "late-onset"-erkrankten Hunde scheint eine mildere zu sein. Es ist auch wichtig, diese Krankheit von anderen Erkrankungen, die sehr ähnliche Symptome aufweisen können (z.B. Cauda equina Syndrom), zu unterscheiden.


Die einzig sichere Methode, IPN nachzuweisen, besteht in einer Nerv- / Muskelbiopsie; diese kann am lebenden Hund

aber auch post mortem vorgenommen werden. Da kaum jemand in der Lage ist, an diese Dinge zu denken, wenn man

einen vierbeinigen Freund verloren hat, wäre es sinnvoll, sich diese Hinweise auszudrucken und beim behandelnden

Tierarzt zu deponieren.

 

Polyneuropathie beim Leonberger



Die vererbte Polyneuropathie (IPN) bei Leonbergern folgt wahrscheinlich einem monogen autosomal rezessiven Erbgang. Die IPN der Leonberger wird in der Regel im Alter zwischen 1 und 3 Jahren sowohl bei Rüden als auch bei Hündinnen klinisch sichtbar. Die ersten Anzeichen bei betroffenen Hunden sind häufig Atemwegsprobleme (Dyspnoe), die meistens von Bewegungsstörungen mit auffälligem Schwund der Gliedmassenmuskulatur verbunden sind. Die Erkrankung ist histo-pathologisch durch eine distale symmetrische degenerative periphere Polyneuropathie gekennzeichnet. Wir möchten die genetische Ursache der IPN erforschen und einen Gentest entwickeln, mit dem Anlageträger sicher erkannt werden können. Dafür bitten wir die Züchter und Besitzer von betroffenen, auffälligen aber auch gesunden Hunden um Blutproben, insbesondere aus verwandten Linien.

Kontakt: Cord Drögemüller

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Hinweise zur post mortem Muskel- und Nervbiopsie
 


Leonberger IPN-Info und Links

http://www.leonberger.ch/index1.htm


www.genetics.unibe.ch(content/impressum/index_ger.html

 

http://medicine.ucsd.edu/vet_neuromuscular/cases/1999/aug99.html
 

http://www.leowatch.org/HTMLfiles/Health issues/polyneuropathy.htm